Schulter 2017-06-22T09:50:30+00:00

Schmerzen in der Schulter

Im gesunden Zustand ist die Schulter ein sehr frei bewegliches Gelenk. Bei Schädigung und Verschleiß kann es allerdings erheblich schmerzhaft in der Bewegung eingeschränkt sein. Patienten mit derartigen Beschwerden klagen meist über nächtliche Schmerzen, vor allem beim Liegen auf der betroffenen Seite. Schlaflosigkeit ist die Folge.

Wir von der orthopädisch-chirurgischen Klinik Kassel wissen: Oft sind es die vielen kleinen Dinge des Alltags, die einem das Leben mit Schulterbeschwerden schwer machen. Wenn bereits Haare kämmen, die Bedienung des Schaltknüppels im Auto oder der Griff an den hinteren Hosenbund mit Schmerzen verbunden sind, bedeutet dies für die Betroffenen eine Einschränkung der Lebensqualität.

In der Orthopädie ist bekannt, dass scheinbar gleichartige Beschwerden durch die unterschiedlichsten Ursachen, also Krankheitsbilder, hervorgerufen werden. In den letzten Jahren wurden gerade im Bereich der Schulter große Fortschritte in der Diagnose und der Behandlung erreicht, insbesondere auch in der minimal-invasiven, operativen Behandlung von Schultererkrankungen.

Gerade weil die Anzahl der aktiven Patienten im Alter zunimmt, ist unser Behandlungsziel nicht nur die Schmerzfreiheit dieses Gelenks, sondern auch seine uneingeschränkte Funktion. Die häufigsten Beschwerden stellen tatsächlich die verschiedensten, durch Verschleiß bedingten Erkrankungen dar:

Engpass-Syndrom

Nicht selten findet man das Engpass-Syndrom der Schulter, welches knöcherne oder nicht-mechanische Ursachen haben kann. Diese Einengung führt zu einer Reizung des Schleimbeutels und dann häufig auch zu nächtlichen Beschwerden. Bei erheblichen Einengungen und knöchernem Sporn kann es auch zu Einrissen der Sehnen (Rotatorenmanschettensehenplatte, Schulterkopf) führen.

Kalkschulter

Bei der Kalkschulter kommt es zu Einlagerungen von Kalkkristallen im Bereich der Sehnenplatte, zum Teil auch im Schleimbeutel. Wenn Injektionsbehandlungen, Krankengymnastik, medikamentöse Therapie und fokussierte Stoßwellenbehandlung nicht ausreichend wirken, müssen diese Ablagerungen operativ ausgeräumt werden, um eine Linderung zu erreichen.

Schultersteife

Ein bekanntes Krankheitsbild, in der Orthopädie – auch Frozen Shoulder genannt – ist die Schultersteife.

Hier unterscheidet man zwischen einer sogenannten idiopathischen Schultersteife, d. h. die Schultersteife taucht ohne weitere Begleiterkrankungen auf und die sekundäre Schultersteife, z.B. bei lang andauernden schmerzhaften Schulterbeschwerden. Nach Beseitigung der Ursachen und ausgiebiger krankengymnastischer Behandlung sind hier oft eine vorsichtige Mobilisierung in Narkose und eine Arthrolyse mit Einkerbung der Kapsel, im Rahmen einer Gelenkspiegelung, angezeigt.

Sehnenrisse-/Rotatorenmanschettenrupturen

Der Oberarmkopf wird haubenförmig von 4 Sehnen bedeckt. Die Sehnen werden auch zusammenfassend als Rotatorenmanschette bezeichnet. Durch einen Unfall, Verschleißerscheinungen und/oder ein Engpass-Syndrom, welches eine andauernde Reizung der Sehnen verursacht, kann ein Riss in der Sehnenplatte entstehen. Dieser kann mit erheblichem Funktionsverlust und Belastungsschmerz, aber auch nächtlichem – und Ruheschmerz einhergehen.

Schulterverrenkungen und Schulterinstabilitäten

Durch Unfälle kann es zu einer Verrenkung der Schulter, meistens nach vorn, kommen. Hierbei kommt es häufig zu einer Verletzung des Pfannenbandes oder auch der knorpeligen Strukturen. Es entwickelt sich gerade bei jungen Menschen eine Schulterinstabilität. Daneben gibt es aber auch angeboren eine sogenannte Hyperlaxität oder vermehrte Instabilität der Schulter. Wenn die Schulter mehrfach verrenkt, so dass sich eine erhebliche Instabilität mit Funktionseinschränkung einstellt, besteht die Möglichkeit, die Schulter arthroskopisch-operativ zu stabilisieren. Bei einigen Patienten mit derartigen Beschwerden ist auch die Schulter von Natur aus sehr frei, hat einen sehr hohen Bewegungsumfang bei einer kleinen Pfanne in Relation zum Gelenkkopf. Hier wird die Pfanne operativ vergrößert und ebenfalls der Bandapparat stabilisiert.

Schultereckgelenksprengung und Luxation

Einige dieser Krankheitsbilder können natürlich auch die Folge einer vorhergegangenen Verletzung sein. Schultereckgelenkssprengungen und Luxationen (Ausrenken) der Schulter sind meist die Folgen eines Sturzes und können langanhaltende Folgebeschwerden verursachen.

Eine leichte Form der Schultereckgelenkssprengung kann häufig nicht operativ behandelt werden. Bei höhergradigen Schultereckgelenkssprengungen besteht die Möglichkeit operativ oder nicht-operativ zu behandeln. Dies hängt von der Beanspruchung der Schulter in sportlicher als auch in beruflicher Hinsicht, z.B. bei Tätigkeiten über Kopf, ab. Hier werden Sie ausführlich beraten.

Operation und Narkose

In unserer orthopädisch-chirurgischen Praxisklinik Kassel sind viele der operativen Eingriffsmöglichkeiten auch in ambulanter Form und mittels verschiedener Narkosetechniken möglich.

Arthroskopie

Bei einer Arthroskopie werden ambulant eine Kamera und kleinste Instrumente anhand von mehreren, häufig einen halben Zentimeter großen Schnitten in das Gelenk eingeführt und so der Eingriff durchgeführt. Zusätzlich wird noch ein kleiner Schnitt an der Außenseite der Schulter durchgeführt, um den Knochenanker optimal platzieren zu können. Durch die minimal-invasiven Techniken ist der postoperative Schmerz deutlich geringer als bei den früheren offenen Techniken.

Das heißt für Sie, dass Sie die Klinik schon nach einigen Stunden wieder verlassen und die Nacht im eigenen Bett verbringen können.

Die Wundheilung ist in der Regel so problemlos, dass die kleinen Narben nach Monaten oft nur durch fachkundige Augen zu erkennen sind.

Nachbehandlung

Für die Nachbehandlung des Schultergelenks ist häufig ein langer Atem vonseiten des Patienten notwendig. Zum einen muss die Schulter, gerade bei operativ versorgten Sehnenrissen oder nach Schulterstabilisierungs-Operationen, für eine gewisse Zeit ruhig gestellt werden bzw. der Bewegungsumfang eingeschränkt werden. Eine Schulterorthese wir hierzu angepasst. Die Schulter wird dann passiv, zum Beispiel mit einer Motorschiene, krankengymnastisch sowie auch mit von Ihnen selbständig durchzuführenden Übungen bewegt.

Vor allem nach einer Bewegungseinschränkung infolge von lange bestehendem Bewegungsschmerz muss das Schultergelenk durch eingehendes Training mobilisiert und seine Muskeln wieder trainiert werden. Dies ist nötig, da es sich bei dem Schultergelenk um ein komplexes Gelenk handelt, mit vielen Nebengelenken und Verschiebeschichten.

Wann ist eine Operation angezeigt?

Ob letztendlich überhaupt ein operativer Eingriff nötig ist, um ihre Beschwerden zu lindern,

wird im Vorfeld von unseren Fachärzten in der Praxis anhand eingehender Diagnostik und selbstverständlich gemeinsam mit Ihnen genauestens erörtert.

Scheuen Sie sich nicht alle Fragen auszusprechen. Wir, die Fachärzte der orthopädisch-chirurgischen Praxisklinik Kassel, beraten sie gerne!

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